Fußball
hat man schon früh in kleinen Dörfern wie Burlage gespielt. Schon am
14. Mai 1933 berichtete die hiesige Zeitung von einem Fußballspiel der
Burlager Schülermannschaft gegen eine Schülermannschaft des "VFR aus
Westrhauderfehn". Die Burlager verloren mit 6 :2. Der Fußballsport,
wie er in geordneten Vereinen mit Spielregeln betrieben wird, begann
erst nach dem zweiten Weltkrieg. Im Frühjahr 1948 wurde in der Burlager
"Barackenschule" von Bubi Flügge, der eigens mit seinem Motorrad von
Leer gekommen war, der erste Fußballverein in Burlage aus der Taufe
gehoben. Er sollte "Sportverein Burlage" genannt werden. Doch in einer
erneuten offenen Abstimmung wurde er "SV Vorwärts" genannt. Nun
mussten erst einmal die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden, um
einen geordneten Spielbetrieb zu gewährleisten. Zuerst musste man einen
Platz haben und diesen so herrichten, dass er auch bespielbar war. Hier
half der Gastwirt Harm Cordes aus, den man in Burlage "Bungerharm"
nannte. Er stellte dem Verein einen Teil seiner Kuhweide zur Verfügung.
Natürlich mussten seine Kühe auch weiterhin dieses Grundstück als Weide
benutzen. Dann mussten Tore besorgt werden. Auch hier half Bungerharm
aus. In seinem Waldstück standen Fichten und Kiefern in allen Größen.
"Dat brukt ja nich nett de allerbesten toe wesen", sagte Harm. "Ick
täik joe welke ut!" Hermann Bollen ("Jäger-Herm"), einer der Ersten im
neu gegründeten Verein, hegte Befürchtungen, dass der alte Bungerharm
nur kleine und krumme Kiefern anzeichnete, die dann von den jungen
Fußballern zu fällen waren.
Kurz entschlossen, wie die Burlager
immer waren, holte man Axt und Säge und fällte ohne Bungerharns Wissen
die benötigten Bäume für die Tore. Natürlich waren es "die Besten des
Waldes", wie "oll Bungerharm" jammerte, als er die gefällten Bäume zu
Gesicht bekam. Aber das waren nun einmal Tatsachen, die man nicht mehr
ändern konnte. Ernstlich böse war er aber nicht über den vorauseilenden
Tatendrang der jungen Fußballer. Er selbst war ein begeisterter
Fußballanhänger und ein "nationalbewusster Burlager". Die Interessen
der Burlager Bevölkerung hatten in Allem den Vorrang.
Grundsätzlich
muss man sagen, dass man der Familie Cordes in Sachen SV Burlage viel
zu verdanken hat. Dies gilt nicht nur für die "Pionierzeit mit all
ihren Problemen", sondern auch für den späteren Spielbetrieb. Besonders
Frau Ella Harders, der Tochter von "Bungerharm" schuldet der SV Burlage
großen Dank. Sie, die nur "Tante Ella" genannt wurde, war die gute
Seele des Vereins. Sie hatte für alles Verständnis und ließ den Verein
nie in Stich. Sie war eine gute Vereinswirtin, die immer gütig (wenn
nicht gar zu gutmütig) war. Sie starb im Jahre 1989 am 9. April im
gesegneten Alter von 85 Jahren. Sie wird unvergessen bleiben. Der
Platz, den nun schon zwei Tore zierten, wurde per Hand planiert.
Mittels einer Erd-Wippe wurde Mutterboden angefahren, den die Spieler
in die kleinen Mulden und Löcher füllten. Jetzt konnte es losgehen!
Aber es fehlten jetzt noch Trikots und ein Lederball. Die zu
besorgen übernahm "Tone Albers" der auch Spieler war. Schuhe mußte sich
jeder selbst besorgen. Heute nach über 50 Jahren würden die Fans und
heutigen Spieler des SV Burlage einen Lachkrampf bekommen, wenn sie
diese Truppe mit ihren Schuhen gesehen hätten. Heinrich Rieken
("Schlachter Hein") hatte Gebirgsjägerschuhe mit eisernen Stollen an,
die furchterregend aussahen. Sie waren robust und so bestückt, dass man
damit leicht einem ausgewachsenen Pferd die Beine hätte abtreten
können. Bordschuhe von der Kriegsmarine, alte "Sonntagsschuhe" oder
sonstige Fußbekleidung aus Leder wurden verwendet. "Hinnerk Dröge"
hatte bereits ein Paar Schuhe aus US-Beständen erworben. Sie hatten nur
einen Fehler, nämlich Schuhgröße 52. Er hatte das vordere Drittel der
Schuhe mit alten Socken u.s.w. ausgestopft, um einen gewissen Halt
darin zu bekommen. Aufgrund der Überlänge waren die Schuhspitzen nach
oben gekrümmt.
Hinnerk war dafür auch der einzige Spieler, der
nicht über einen Maulwurfshügel stolpern konnte, da seine Schuhe immer
"berg-an" liefen. Hinnerk selbst war ein toller Kamerad und ein
fanatischer Fußballer. Den Begriff "Zurück" kannte er nicht. So manchen
Gegner hat er das Fürchten gelehrt. Es wurde erzählt, dass Hinnerk
einen Elfmeter mit einer Wucht geschossen hatte, dass der Ball in einer
Höhe von etwa 50 Meter in Richtung Tief flog und man diesen Ball erst
nach 2 Monaten in "Krall-Gerd sin Dannen" wiederfand. Die ersten
Spieler waren Hein Lüken, Alrich Lüken ("Chrüsjan sin Oli"), Willi
Lüken, ("Chrüsjan sin Wilm"), Hermann Bollen ("Jäger-Harm"), Heinrich
Rieken ("Schlachter-Hein"), Anton Rieken ("Anton sin Tone"), Klaus
Lümken, Brinker Klos, Hein Tebben, Anton Albers, Willi und Horst
Gerwin, Heinrich Dröge, Bernhard Lüken ("Kobus sin Bernd"), Hanneken
Hein. Zunächst spielte man in einem "lockeren Verband". Es wurden Freundschaftsspiele arrangiert. Spieler kamen und gingen. Das
Land befand sich im Wiederaufbau und somit suchte und fand man auch
wieder Arbeit. Dem Fußballsport in den kleinen Dörfern wie Burlage
mangelte es anfänglich auch an fehlenden Transportmöglichkeiten. Wie
sollte man Sonntags zu den Spielen kommen, wenn man noch nicht einmal
ein ordentliches Fahrrad hatte? Anfang der Fünfziger Jahre kamen auch die ersten Motorräder auf den Markt. Man wurde mobil.
Da
bereits Bernhard Lüken, Bernhard Jungsthövel und Willi Gerwin zum
Sportverein Eiche nach Ostrhauderfehn abgewandert waren, da dort schon
ein regulärer Spielbetrieb auf Kreisebene herrschte, beschlossen die
Burlager sich ebenfalls neu zu formieren.
1953 rief man alle
sportbegeisterten jungen Burlager bei "Bunger-Harm" zusammen. Man
beschloss, den Verein wieder "SV Burlage" zu nennen und ihn gerichtlich
eintragen zu lassen. Ab sofort nahm man auch am Spielbetrieb des
Sportbundes Leer teil. Als Vereinslokal wurde die Gastwirtschaft H.
Cordes ("Bunger-Harm") bestimmt. Der erste Vorsitzende war Hein Lüken.
Sein Stellvertreter war Bernd Olliges ("Bruse-Bernd"). So legte man den
Grundstein für eine gesunde und überschaubare Entwicklung des SV
Burlage e.V.
Man hatte bereits im ersten Spieljahr gute Erfolge.
Eine zweite Mannschaft und Jugendmannschaften wurden neu gegründet.
Bernhard Lüken und Willi Gerwin kehrten zum SV Burlage zurück. Bernhard
Ficken ("Befi") und Heinrich Hanneken ("Schrapper-Hein") verstärkten
die Mannschaft. Es wurde mit "einer gesunden Härte" gespielt, die
allerdings auch schon mal übertrieben hart war. Schon bald respektierte
man den "SV". Was die damalige Mannschaft auszeichnete, war
Kameradschaft und Kampfeswille. Was an technischen Fähigkeiten fehlte,
glich man durch Einsatz und Härte aus. Aber unfair war man keinesfalls. Die alten Freundschaften mit anderen Vereinen hielten und halten bis in die heutige Zeit.
Natürlich
wandte man auch ab und zu Tricks an, um ein Spiel zu gewinnen oder
zumindest unentschieden zu spielen. Besonders "auf Sicht" hatte man
"die Fehntjer". Tura 07 war uns spielerisch überlegen. Tura hatte eine
lange Tradition und auch hervorragende Spieler. Burlage hatte dagegen
nur Spieler, die körperlich hart arbeiten mussten und nicht all zuviel
trainieren konnten; Bauernjungs, Torfgräber, Tiefbauarbeiter usw. Unter "Fehntjer" verstand man noble und reiche Geschäftsleute, Kapitäne und Schiffseigner. Gegen
diese Truppe durfte und wollte man nicht verlieren, das ließ der Stolz
nicht zu. Man wusste, dass die "Fehntjer" eine besonders "vornehme Art
von Fußball" spielten. Die Burlager waren zumeist "robuste Gesellen",
die auch den Zweikampf nicht scheuten. Da der Burlager Sportplatz auch
noch als Weidefläche für "Bunger-Harms" Kühe diente, blieb es nicht
aus, dass der Platz mit Kuhfladen verziert war. Im allgemeinen wurden
die Fladen vor jedem Spiel abgeräumt. Wenn jedoch die "Fehntjer" zum
Spiel anreisten, blieben die Fladen liegen. Zudem schleppte man Eimer
um Eimer Wasser aus den anliegenden Gräben in den "Sechzehn-Meterraum"
des Spielfeldes. Besonders um den "Elf-Meterpunkt" war es enorm
schmutzig. Dort hinein schoss man möglichst die Bälle. Den Fehntjern,
die solche Platzverhältnisse nicht kannten und auch nicht liebten,
erwuchsen daraus Nachteile, da sie nicht so sonderlich gerne in diesen
Morast fliegen wollten. Die Burlager nutzten das aus.
Der SV
Burlage entwickelte sich kontinuierlich weiter. Anfang der sechziger
Jahre hatte man mit Hilfe der Gemeinde den Platz saniert und
vernünftige Wegeverhältnisse geschaffen. Nunmehr hatten die Burlager
mit den nachbarlichen Vereinen gleichgezogen. Einem Mann schuldete
man in den frühen Entwicklungsjahren des SV besonderen Dank: Bernhard
Temmen. Er war Platzkassierer und nahm sich vieler ungelöster Probleme
an. Seine Pünktlichkeit und seine Zuverlässigkeit waren sprichwörtlich.
Ihm ging "keiner durch die Lappen".
Junge und talentierte Spieler bildeten jetzt Mannschaften, die viele Erfolge erzielten. Gegen
Ende der fünfziger Jahre wurde der Gastwirt Theodor Cordes
("Koffje-Dirk") Vorsitzender. Er setzte sich mit Leib und Seele für den
SV Burlage ein. Seine beiden Söhne waren Ausnahmespieler, die später
auch in anderen Vereinen eine hervorragende Rolle spielten.
Nachdem
Familie Cordes aus Burlage fortgezogen war, übernahm Hauptlehrer
Hermann Siemer den Vorsitz des SV Burlage. Er war selbst
leidenschaftlicher Fußballer und hatte beim SV Amisia Papenburg sein
"Handwerk als Stürmer" erlernt. Mit ihm, auch als Trainer der ersten
Mannschaft, stieg das Ansehen des SV Burlage wesentlich. Er sorgte
auch für neue Umkleidekabinen und Duschräume im Zusammenhang mit dem
Gebäude der Grundschule Burlage. Siemer arbeitete selbst mit Schüppe
und Karre mit, um den Bau fertig zu stellen. Die Kameradschaft war
vorzüglich. Er wurde dabei von dem damaligen Gemeinderat Burlage in
allen Belangen unterstützt, insbesondere durch Bürgermeister Herbert
Broich, der auch Jugenwart des SV Burlage war. Mit Herbert Broich hatte
Burlage das Glück, dass ein weiterer junger Lehrer an die Schule kam,
der auch sportbegeistert und sehr sozial eingestellt war. Er kam aus
Grevenbroich im Rheinland mit seiner Frau Ingrid. Beide waren
sportbegeistert und engagierten sich vorwiegend im Bereich der
Jugendarbeit. Da Herbert Broich auch Bürgermeister von Burlage wurde
und sich mit bis dahin selten gekanntem Elan in sportlichen und
sozialen Bereichen betätigte, blieb es nicht aus, dass sich die jüngere
Generation mit den Vorstellungen Broichs anfreundete. Broich hatte als
Bürgermeister der bis 1973 noch selbstständigen Gemeinde Burlage den
Bau einer neuen modernen Turnhalle durchgesetzt, die er zum großen Teil
aus eigenen Mitteln finanzierte. Dabei wurde er von Bernhard Ficken
(„Befi“) und seiner Familie, von Nachbarn und Freunden in vorbildlicher
Weise unterstützt, so dass die Turnhalle – trotz vieler Widerstände -
noch vor der Gebietsreform vollendet werden konnte. Andernfalls hätten
die Burlager wahrscheinlich noch bis in die heutige Zeit auf eine
Turnhalle warten müssen, da in Rhauderfehn auch heute noch nicht alle
Schüler über eine eigene Turnhalle verfügen.
Schulleiter Hermann
Siemer, der bodenständiger Natur war, in Papenburg geboren und
aufgewachsen, hatte eine andere Vorstellung vom SV Burlage. Ihm
schwebte ein Fußballverein vor, wie er auch von den meisten Burlager
Bürgern verstanden wurde. Er spielte selbst in der ersten Mannschaft
und hatte viel Erfolg im sportlichen Bereich zu verzeichnen.
1973
stellte sich Hermann Siemer nicht wieder zur Wahl. Sein Nachfolger als
Vorsitzender wurde „Befi“ mit einstimmigem Ergebnis. Er hatte von 1953
bis 1958 in der ersten Mannschaft gespielt und war auch Schriftführer
des Vereins in dieser Zeit gewesen. Er war nicht nur begeisterter
Fußballer, sondern hatte auch den Vorteil, dem Gemeinderat Rhauderfehn
und dessen Verwaltungsausschuss anzugehören. So hatte und hielt er
Kontakt zu diesen Gremien. Er passte höllisch auf, wenn bei der
Gemeinde Kuchen verteilt wurde, dass auch der SV Burlage sein Stück
mitbekam. Befi und Broich, der auch im Rhauderfehner Gemeinderat
vertreten war, waren immer im „gleichen Boot“, wenn es um Burlager
Angelegenheiten ging.
Unter der Regie von Befi wurden nun beide Plätze renoviert und ebenso auf beiden Plätzen eine Übungsbeleuchtung erstellt.
Broich
hatte sich vorwiegend um die Jugendarbeit bemüht. Ihm schwebten auch
rege internationale Begegnung mit Jugendlichen im Europäischen Raum und
darüber hinaus vor. Bald wurden Fußballbegegnungen und Gegenbesuche mit
Polen, Rußland, der Ukraine, mit Japan, Mexiko, der USA, sowie mit
Brasilien, Kanada und Argentinien organisiert. Diesen Verbindungen zu
anderen jungen Menschen in diesen Ländern ist es zum großen Teil zu
verdanken, dass man "die Deutschen" in einem ganz anderen Licht sah und
noch heute sieht. Die jungen Leute aus Burlage und Umgebung, die an
diesen Reisen teilnehmen konnten, werden sich ein Leben lang gern daran
erinnern. Auch heute nach 30 Jahren bestehen noch immer freundschaftliche Verbindungen zu den Freunden in jenen Ländern. Der
Fußball nahm immer größeren Raum in der Gestaltung von Sport und
Freizeit ein. Aber es gab inzwischen auch junge Leute, die andere
Vorstellungen von sportlicher Betätigung hatten, als nur Fußballspielen. Die
Damen fanden sich unter der Leitung von Ingrid Broich in einer
Gymnastikgruppe zusammen und wurden dort sehr aktiv. Sie sind es jetzt
noch nach über 30 Jahren. Über 10 Jahre trainierte Ingrid Broich auch
Tischtennisspielerinnen und nahm mit zwei Mädchenmannschaften am
Spielbetrieb der Kreis- und Bezirksliga teil. Auch eine
Damenfußballmannschaft formierte sich. Sie spielte in der Tat nicht
schlecht. Leider hatte sie öfters großen Substanzverlust durch Heiraten
und andere menschliche Beziehungen, so dass die Mannschaft mehrere Male
aufgelöst und neugegründet wurde.
Anfang der achtziger Jahre
baute der SV auch eine eigene neue Tennisanlage mit Hilfe der Gemeinde
und des Sportbundes. Der Tennissport hatte gleich großen Zulauf und ist
auch heute noch aktiver Teil des SV. Eine besondere Sensation war
1984 auch die Gründung eines Spielmannszuges. Der größte Teil der
Bevölkerung stand diesem Vorhaben zunächst skeptisch gegenüber. Wer
konnte so etwas leiten? Woher sollten die Spieler und Spielerinnen
kommen? "De geiht fort wer in de Brüche", unkten viele. Aber es
klappte vorzüglich durch die umsichtige Leitung von Johann
Wojciechowski. Er bildete die Jungen und Mädchen zu perfekten
Spielleuten aus, die sich auch bald sehen und hören lassen konnten.
"Johann" wie er immer genannt wurde, war noch vom "alten Kaliber". Er
hielt viel von Ordnung und Disziplin. Es gab einfach nichts "Halbes"
bei ihm. Der SV Burlage und auch die Bevölkerung hat ihm viel zu
verdanken. Auch er machte alles ehrenamtlich und man respektierte ihn.
Er stammte aus Oberhausen und war von Beruf Bergmann. Ohne seinen Zuzug
nach Burlage hätte es keinen Spielmannszug Burlage gegeben. Wir hätten
schlichtweg keine Person gehabt, die diese Arbeit hätte machen können.
Der SV wird ihn nicht vergessen.
Um auch im kulturellen Leben in
Burlage eigene "Duftmarke" zu setzen, beschloss man im Jahre 1988,
zusammen mit dem Heimatbund eine Theatergruppe zu gründen. Auch dieser
Anfang war sicher nicht leicht. Ein Raum für das Einüben der Stücke und
die Vorstellungen mußte zur Verfügung stehen. Das Hauptproblem war,
geeignete Spieler zu finden und dann auch noch eine Person, die Regie
führen konnte. Aber es klappte auf Anhieb. Das erste Stück, das
aufgeführt wurde, war ein Stück von Karl Bunjes mit dem Titel "Up
Düwels Schuvkoar". Die ersten Spieler waren Hayo Klüwer, Bernhard
Ficken, Karl Lindenberg, Lisbeth Behrends, Lisbeth Wildmann, Ursula
Siebum und Heidi Walker. Die Hauptarbeiten in Sachen Bühne, Vorhang,
Eintritt und Bewirtung übernahmen Gerd Siebum und Eilert Lüken. Auch
die weiteren Vorstellungen wurden große Erfolge. Die Theatergruppe war
auch eine finanzielle Stütze des Vereins. Auch hier muß gerechterweise
gesagt werden, dass die Gemeinde immer nach ihren Möglichkeiten dem
Verein geholfen hat. Ohne die Hilfe der Gemeinde wäre manches in
Burlage nicht aufgebaut worden.
Ein im Jahre 1992 neu
gegründeter Reiterverein lief ebenfalls unter der Regie des SV Burlage.
Auf dem Anwesen von Gerd Plümer hatte man einen Reitplatz angelegt, der
direkt an der Landessstraße lag. Es handelte sich um besonders guten
Sandboden. Plümer hatte auch Pferdeställe zur Verfügung gestellt, in
denen die vier Pferde des SV Burlage eingestallt wurden. Die
jugendlichen Reiter waren mit Begeisterung bei der Sache. Die
Reitanlage selbst sowie die Pferde waren eine Augenweide für viele
Bürger. Die Reitabteilung des SV Burlage genoss auch großes Ansehen in
den benachbarten Gemeinden. Leider wurde die Sparte aufgelöst.
Bernhard
Ficken trat im Jahre 1994 aus Altersgründen zurück. Er hatte den SV
Burlage 21 Jahre lang geleitet. In dieser Zeit konnte der SV Burlage
große sportliche Erfolge feiern. Die Zahl der Vereinsmitglieder war von
218 auf etwas über 800 gestiegen.
Zur neuen Vorsitzenden wurde
Elisabeth Behrends gewählt. Sie war jahrelang im Vorstand tätig gewesen
und kannte alle Probleme, die mit der Führung eines Vereines zusammen
hängen. Sie setzte Aufbau und Gestaltung des Vereins fort. Sie trat im Januar 2001 zurück, ist aber noch weiterhin im Verein tätig bei der Vermietung der Dorfgemeinschaftsanlage.
Malermeister Helmut Temmen übernahm den Vorsitz. Helmut Temmen, den man kurz "Borri" nennt, ist ein alter Bekannter der heimischen Fußballwelt. Er war ein Mann, der nicht nur umsichtig war, sondern auch die Probleme anpackte. Leider trat er schon nach einem Jahr zurück.
Sein Nachfolger wurde Ulrich "Ulli" Lüken. Ulli kannte sich beim SV Burlage bestens aus, denn er spielte seit seiner Kindheit im SVB. Er leitete lange Jahre die Jugendarbeit und war dem SVB immer verbunden. Der Start in seine Amtszeit stand unter einem nicht so guten Stern, denn der SV Burlage durchlebte gerade seine sportlich schlechteste Phase und die I. Mannschaft spielte damals in der heute nicht mehr existenten Kreisleistungsklasse. In diesem Jahre schaffte man als drittplazierter noch den Sprung in die Kreisliga. Nach einer sportlichen Talfahrt mit dem letzten Platz zur Halbserie der Saison 02/03 konnten „Ulli“ und sein Team glücklicherweise den bereits früher in Diensten des SVB gestandenen Trainer Willi „den General“ Hanekamp verpflichten. Nach einer phänomenalen Rückrunde platzierte sich der SVB noch im gesicherten Mittelfeld und konnte damit seine 50-jahrfeier im Mai 2003 mit einer großen Fest und zahlreichen Gästen sowie einem bunten Rahmenprogramm begehen.
Zur neuen Saison konnten dann mit Ralf Siebum und Frank Cordes zwei verlorene Söhne zu einer Rückkehr zum SVB bewegt werden. Zusammen mit dem Stamm der Mannschaft sowie weiteren Neuzugängen spielte man eine grandiose Saison. Ulli gelang es die Mannschaft in Zusammenarbeit mit Willi Hanekamp in den darauffolgenden Jahren kontinuierlich zu verstärken und so gelang in der Saison 07/08 die Meisterschaft in der Kreisliga mit dem damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksliga Nord-West. Ulli Lüken entschied sich aufgrund seiner beruflichen Situation als selbstständiger Mentaltrainer dazu sich aus dem Vorstand des SV Burlage e.V. zurückzuziehen. Er ist dem SVB aber auch Zukunft immer verbunden und steht mit Rat und Tat bei Bedarf zur Seite.
Seit Januar 2009 bekleidet Frank „Cordi“ Cordes das Amt des 1. Vorsitzenden und darf sich somit zu Recht als „Oberlöwe“ bezeichnen. Cordi als waschechter Burlager spielte bereits in der Jugend für den SVB Fußball. und das vorhandene Talent blieb auch den umliegenden höherklassigen Vereinen nicht verborgen. So wechselte er 1992 zum SV Concordia Ihrhove und durchlief dort B- sowie A-Junioren. Nach den Stationen SV Concordia Ihrhove und Frisia Loga im Herrenbereich kehrte er zur Saison 03/04 zum SVB zurück.
Zusammen mit dem neugewählten Team bestehend aus insgesamt 11 Vorstandsmitgliedern sollen viele Themen und Probleme aufgegriffen und erfolgreich angegangen werden.
Getreu nach dem Motto:
Der aktuelle Vorstand:
1. Vorsitzender: Frank Cordes
2. Vorsitzender: Jürgen Hannebohm
Kassenwart: Helmut Fennen
Schriftführer: Wilfried Harms
Fußballobmann / Sportwart: Michael Harms
Jugendobmann: Bernd Hartkemeyer